Neue Märkte durch Integration von Alarm und Kommunikation

Alarmierung – aber sicher!

Systeme für Benachrichtigung und Lokalisierung


Alarmierung – aber sicher! (PDF)

Alarmsysteme sind weiterhin ein deutlich wachsender Markt. Dabei geht es aber nicht nur um die klassischen Systeme für Einbruchmeldung und Brandschutz, sondern auch um Alarmierung, Benachrichtigung und Lokalisierung.

In Deutschland sind für medizinische Einrichtungen sowie für Alten- und Pflegeheime Rufanlagen gesetzlich vorgeschrieben. Typischerweise werden diese Systeme zur Benachrichtigung der Pflegekräfte an ein Telefonsystem mit einer DECT-Erweiterung angebunden. Hier haben viele Einrichtungen noch Nachhol- oder Modernisierungsbedarf.

Aber auch in der Industrie werden solche Systeme immer mehr genutzt. In diesem Umfeld geht es unter anderem um den Schutz von Alleinarbeitern (Alarm auslösen bzw. Lokalisierung im Notfall) oder um Maschinenalarm. Daneben setzen immer mehr öffentliche Einrichtungen wie Behörden oder Schulen solche Systeme für Alarmierung oder Brandschutz ein.

Diese Entwicklung eröffnet unseren Händlern / Installateuren einen äußerst spannenden Markt, der viele unterschiedliche Herausforderungen bietet und attraktive Projekte ermöglicht.

Abbildung 1: Die wesentlichen Funktionsblöcke

Die typischen Komponenten am Beispiel eines Schwesternrufsystems

Es gibt im Wesentlichen drei Funktionsblöcke. (Abb. 1) Der typische Weg eines Alarms beginnt mit dem Auslösen über Druckknöpfe (fest installiert oder per Funk), Zugbänder, Türkontakte oder andere Installationen. Diese sind speziell in Pflegeeinrichtungen mit einer Lichtrufanlage verbunden, die den Alarm zusätzlich visuell meldet. Selbstverständlich können auch Systeme wie eine Brandmeldeanlage einfach integriert werden. Der neue Alarmknopf bei unserem COMfortel M-710 und M-730 unterstützt diese Funktion und kann in verschiedene Szenarien eingebunden werden.

Die Lichtrufanlage reicht den Alarm üblicherweise über eine ESPA-Schnittstelle an den Alarmserver weiter. Dies ist ein wichtiges Glied in der Kette, da hier die Ereignisse protokolliert, Rückmeldungen ausgewertet und im Notfall erneute Alarmmeldungen erzeugt werden können.

Neben der Visualisierung über die Lichtanlage erfolgt nun die Alarmierung des Personals typischerweise über die DECT-Geräte einer Telefonanlage, auf Wunsch auch über drahtgebundene Tischgeräte. Wichtig ist eine gute Funkabdeckung des gesamten Gebäudes und Außengeländes, damit die entsprechenden Personen immer zuverlässig erreicht werden können.

Die Schnittstellen

Für die Übertragung des Alarms von der Lichtanlage an den Alarmserver hat sich die ESPA-Schnittstelle als Standard etabliert.

Die Alarmserver kommunizieren über die neue Alarm-Messaging- Schnittstelle wiederum via MQTT und / oder SIP mit dem Auerswald Kommunikationssystem.

Intern sind die Endgeräte auch über SIP angeschlossen; bei mobilen Endgeräten kommt natürlich noch DECT für die Luftschnittstelle dazu.

Spannend ist dann allerdings, wie die Übertragung der Nachrichten zwischen Alarmserver und Kommunikationssystem mit der neuen Messaging-Schnittstelle stattfindet.

Alarmierung an den Endgeräten

Je nach Priorität (z.B. Zimmerruf, Feueralarm, Facility-Nachricht) erfolgt die Benachrichtigung an den DECT-Mobilteilen der M-700 Serie mit unterschiedlichen Klingeltönen und visuell über grafische und textliche Elemente im Display, auch während eines Telefonats. Das bedeutet, dass der Benutzer in nahezu jeder Situation des Endgerätes alarmiert werden kann.

Des Weiteren können andere Benutzer informiert werden, von welchem Benutzer der Alarm quittiert worden ist. Erfolgt keine Quittierung, wird der Alarm an andere Benutzer geleitet.

Zusätzlich kann bei einem Alarm (z.B. Feuer) eine Option aktiviert werden, dass die alarmierten Mitarbeiter quittieren müssen. Weiter besteht die Möglichkeit, dass der Benutzer direkt mit dem Auslösenden (z.B. bei einem Zimmerruf mit dem Bewohner) ein Gespräch aufbaut.

Abbildung 2 zeigt unterschiedliche Alarmprioritäten: vom stillen Alarm über die Info-Message bis hin zur Active-Message mit situationsbedingten Symbolen.

Blau markiert: Softkeys für Bestätigung und direktem Anruf ins Bewohnerzimmer.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten der Alarmierung und für das Auslösen entsprechender Aktionen direkt durch das Endgerät.

Abbildung 2: unterschiedliche Prioritäten am DECT-Handset

Abbildung 3 stellt die Einblendung der Textmeldung im Display der Tischtelefone aus der COMfortel D-Serie dar: Beim COMfortel D-110 / 210 erscheint diese komplett im Display, beim COMfortel D-400 / 600 als Banner inklusive abschaltbaren Notify-Ton.

Abbildung 3: Darstellung bei Geräten der D-Serie

Zusätzliche Möglichkeiten

Alarmierung ist speziell durch die Anbindung an Kommunikationssysteme attraktiv, denn die übernehmen im Falle Auerswald gleich viele Funktionen mit – vom Aufrufen des nächsten Patienten bis zur Notdienstauskunft über die Türsprechanlage.
Um Patienten oder Besucher auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten nicht vor der Tür stehen zu lassen, kann bei einer Video-Türsprechstelle das Bild auf dem Display des Desktop-Telefons, z. B. eines COMfortel D-400, angezeigt werden und mit dem Besucher vor der Tür gesprochen werden. Das spart Zeit, weil die Pflegekräfte nicht jedes Mal zum Eingang laufen müssen.

Fazit

Alarmierung ist ein sehr attraktiver Markt – speziell im Zusammenspiel mit den Auerswald Kommunikationssystemen. Einfach mal ausprobieren? Kein Problem: Seit der Firmware- Version 2.44 der DECT-Basen WS-500S/WS-500M ist eine kostenlose Lizenz für ein Handteil inklusive. Wir freuen uns, Sie bei Ihren Projekten tatkräftig zu unterstützen! Interesse geweckt?

Sprechen Sie uns bitte an:
Tel.: +49 (0) 53 06 / 92 00-155
E-Mail: vertrieb@auerswald.de

Verwendete Produkte

Weitere Informationen zu den verwendeten Produkten finden Sie hier:

COMfortel WS-500M      COMfortel M-730      COMfortel D-400