Provisioning

FAQ

Einstellmöglichkeiten

Provisioning zusammenfassung
Abbildung 1: Ablauf des Provisioning-Prozesses

 

Das Provisioning lÀsst sich auf mehreren Wegen konfigurieren.

Besonders bei grĂ¶ĂŸeren GerĂ€teanzahlen bietet sich das Provisioning mit Hilfe von DHCP an. DHCP erlaubt es, neben IP-Adressen auch andere Daten zu ĂŒbertragen. Der Provisioning-Prozess nutzt folgende DHCP-Optionen:

  • Option 66: Diese Option enthĂ€lt die Adresse des Provisioning-Servers.
  • Option 67: In dieser Option wird die zu provisionierende Datei eingegeben.
  • Option 43: Erwartet eine hexadezimal kodierte Zeichenkette, bei der die einzelnen Bytes mit : getrennt werden.

Diese Zeichenkette besteht aus mehreren Blöcken. Jeder Block startet mit einem Byte, welches die zu setzende Option spezifiziert. Beispielsweise wird die DHCP-Option 66 als 42 kodiert. Nach dem trennenden Doppelpunkt wird das Argument als Zeichenkette kodiert. Diese Zeichenkette startet mit einem Byte, welches die LĂ€nge inklusive terminierender Null angibt. Ein Null-Byte schließt den Block ab.

Beispiele fĂŒr solche Blöcke:

Option LĂ€nge Text  
66 11 http://foo zu setzender Block
42: 0b: 68:74:74:70:3a:2f:2f:66:6f:6f:00 codiert
67 12 <HWTYP>.bak zu setzender Block
43: 0c: 3c:48:57:54:59:50:3e:2e:62:61:6b:00 codiert

 

Daten, die durch Option 43 angegeben werden, ĂŒberschreiben andere vorhandene Optionen!

Nachdem die Daten angenommen wurden, werden sie geprĂŒft. Die Kombination aus Option 66 und Option 67 muss einen gĂŒltigen Downloadlink ergeben. Ist zwischen den Optionen 66 und 67 kein / vorhanden, wird es hinzugefĂŒgt. Weiterhin werden, wenn diese Adresse keine Protokollinformationen enthĂ€lt, HTTPS, HTTP sowie TFTP getestet.

Ist DHCP deaktiviert, oder sind keine Optionen gesetzt, wird auf eine feste, in der Konfiguration eingetragene URL zugegriffen.

Der Provisioning-Prozess lÀsst sich manuell oder zu festen, in der Konfiguration definierten Zeiten starten.

Um eine Konfiguration vieler GerĂ€te zu ermöglichen, stehen drei Platzhalter zur VerfĂŒgung, die vom Provisioning-Prozess des Telefons gefĂŒllt werden können.

FĂŒr COMfortel 3200/3500

  • <HWTYP> wird durch den GerĂ€tenamen ersetzt. So kann der Administrator beispielsweise eine unterschiedliche Konfiguration fĂŒr COMfortel 3500 und 3200 GerĂ€te spezifizieren. Das COMfortel 3500 ersetzt <HWTYP> durch CF3500, COMfortel 3200 durch CF3200.
  • <SERIAL> wird durch die GerĂ€teseriennummer ersetzt.
  • <MACADR> wird durch die MAC-Adresse der Netzwerkkarte ersetzt. Die MAC-Adresse wird hierbei in Kleinbuchstaben dargestellt.

FĂŒr COMfortel 1400 IP/2600 IP

  • <HWTYP> wird durch den GerĂ€tenamen ersetzt. So kann der Administrator beispielsweise eine unterschiedliche Konfiguration fĂŒr COMfortel 1400 IP und 2600 IP GerĂ€te spezifizieren. Das COMfortel 2600 IP ersetzt <HWTYP> durch CF2600IP, COMfortel 1400 IP durch CF1400IP.
  • <SERIAL> wird durch die GerĂ€teseriennummer ersetzt.
  • <MACADR> wird durch die MAC-Adresse der Netzwerkkarte ersetzt. Die MAC-Adresse wird hierbei in Kleinbuchstaben dargestellt.

 


 

Provisioning-Prozess

 

Der Provisioning-Prozess wird in mehreren Stufen abgearbeitet.

Diese sind in Abbildung 1 dargestellt. Der Prozess startet im Normalbetrieb nach einem erfolgreichen ersten Bootvorgang und ĂŒberprĂŒft zuerst, ob eine gĂŒltige Netzwerkkonfiguration vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Provisioning ĂŒber ein Netzwerk möglich und der Prozess wird beendet.

Um das System in einem solchen Fall in einen betriebsbereiten Zustand zu bringen, wird zuerst die Sprachauswahl angezeigt und anschließend eine Liste der weiteren Einstellmöglichkeiten dargestellt. Diese enthĂ€lt auch Backups und Provisioning-Dateien auf eingesteckten USB-DatentrĂ€gern.

Nach Beendigung dieser Schritte startet der SIP-Dienst, der auf verschiedene durch das Provisioning bereitgestellte Daten zugreift.

Ist eine gĂŒltige IP-Konfiguration vorhanden, wird eine URL zu einer Provisioning-Datei gesucht. Ist ein DHCP-Server vorhanden, wird ĂŒberprĂŒft, ob dieser mit den Optionen 66 und 67 einen Ort fĂŒr die Provisioning-Datei angibt. Ist ein solcher Ort gegeben, wird die entsprechende URL fĂŒr einen Download verwendet.

Ist DHCP deaktiviert oder werden keine Optionen mitgesendet, wird nachgesehen, ob eine URL konfiguriert wurde. Ist dies der Fall, wird ein Download mit der konfigurierten URL gestartet. Wurde keine URL gefunden, wird ĂŒberprĂŒft, ob ein Update-Server zur VerfĂŒgung steht.

Anschließend werden die fĂŒr einen betriebsbereiten Zustand notwendigen Schritte durchgefĂŒhrt und die heruntergeladenen Daten eingespielt.

Nach diesem Ablauf sind die durch das Provisioning verteilten Daten im Telefon vorhanden.