Case Study: Parkhaus

Die Celler Parkbetriebe setzen für mehr Sicherheit und Komfort ihrer Kunden auf den Kommunikationsserver COMmander 6000 und das Wählgerät WG-640 von Auerswald.

Dunkle und verwinkelte Parkhäuser sind oft Schauplatz von Vandalismus und anderen kriminellen Delikten. Eine Maßnahme der Betreiber gegen diese Vergehen sind beispielsweise Sicherheitsbeleuchtungen sowie Videoüberwachungsanlagen. Doch häufig schrecken auch diese Mechanismen die entsprechenden Personen nicht ab. Treten Störungen oder Fehler an den internen Parkhausanlagen auf, sinkt das Vertrauen der Kunden auf ein Minimum. Abhilfe schafft in diesen Fällen speziell ausgebildetes Überwachungspersonal, welches durch Notrufe direkt im Parkhaus zum Einsatzort bestellt wird und sogar auch Störungsbeseitigungen an der verbauten Hardware vornehmen kann.

 

Um für mehr Sicherheit und Komfort ihrer Kunden garantieren zu können, starteten die Stadtwerke Celle im Mai 2012 ein Projekt und vernetzten die ortsansässigen Parkhäuser mit Sicherheitstechnik. Dafür wurde der Kommunikationsserver COMmander 6000 von Auerswald mit dem Wählgerät WG-640 nebst Sprechstellen in der Tiefgarage Union eingerichtet. „Das neue System verbessert unser Sicherheitsgefühl enorm. Sollte hinsichtlich Vandalismus Hilfe benötigt werden oder kleinere Probleme anstehen wie beispielsweise ein nicht funktionierender Parkautomat, werden mittels der Gegensprechstellen die Notrufe auf das Mobiltelefon des Parkhauswächters geleitet, sodass dieser schnell reagieren kann“, erklärt Hans Tensfeldt, Betriebsleiter der Celler Parkbetriebe GmbH. Aufgrund der positiven Ergebnisse sei zukünftig geplant, das System auch in den weiteren Parkhäusern in Celle zu installieren.

Als Eigengesellschaft der Stadt Celle gliedern sich die Aufgaben der Stadtwerke Celle GmbH in drei Kernbereiche. Neben der Trinkwasserversorgung der Celler Bürger und dem Betrieb der Bäder für die Öffentlichkeit, die Schulen und Vereine betreibt das Unternehmen Parkhäuser am Rande der historischen Altstadt für die Celler Parkbetriebe GmbH, welche eine 100%ige Tochter der Stadtwerke ist. Durch die Verfügbarkeit der Parkeinrichtungen werden Behinderungen des innerstädtischen Verkehrsflusses weitestgehend vermieden und die Belastung der Umwelt auf ein erträgliches Maß reduziert.

Neuer Kommunikationsserver gesucht
Zu den Celler Parkbetrieben gehören die Parkhäuser Südwall, Nordwall, TG Union und als Betriebsführer für die Stadt die P&R-Anlage am Bahnhof. Für die Sicherheitskommunikation wurde ursprünglich in der Tiefgarage Union eine Telekommunikationsanlage des Unternehmens Schneider Intercom installiert. Die Inkompatibilität hinsichtlich der Anbindung zu den Sprechanlagen sowie die hohen Preise zur Aufrüstung und Wartung der Anlage veranlassten die Geschäftsleitung der Celler Parkbetriebe nach neuen Telekommunikationslösungen zu suchen.

Die neue Anlage sollte eine problemlose Anbindung von 20 Gegensprechstellen im Parkhaus ermöglichen sowie zusätzlich eine Umleitung auf Mobilfunktelefone. Ferner sollten Upgrade-Möglichkeiten leicht zu bewerkstelligen und eine zuverlässige Wartung seitens des Dienstleisters gewährleistet sein..

Auerswald Anlage überzeugt durch Modularität
Das Unternehmen wandte sich bereits im Jahr 2011 an den ortsansässigen Celler IT-Dienstleister IT-Kontor. Der Auerswald Fachhändler Mario von Bardeleben empfahl nach Aufnahme des Istzustandes den Kommunikationsserver COMmander 6000 des Herstellers Auerswald zu installieren. Die Anlage bot speziell durch ihren modularen Aufbau genügend Kapazitäten, um die rund 20 Gegensprechstellen anzuschließen. Darüber hinaus überzeugte die Anlage durch einfach einspielbare Updates sowie die Fernwartung durch den IT-Kontor. Ein weiterer Pluspunkt war der schnelle Vorort-Support des IT-Dienstleisters, sofern größere Probleme bestehen sollten.

Installation mit Partnern im Jahr 2012
Im Frühjahr 2012 wurde mit der Umstellung des Systems begonnen. Neben Mario von Bardeleben vom IT-Kontor waren die Firma ICA als Lieferant der Parkhausanlage als auch der Elektroinstallateur Stahlhut an der Umstellung beteiligt. Die Firma ICA installierte die gesamte Parkhausanlage, die mithilfe des Dienstleisters Stahlhut eingerichtet wurde. Zudem zeichnete ICA für die 20 Gegensprechanlagen verantwortlich, von denen die Sprechstelle der Fahrradanlage zusätzlich mit einer Extra-Verstärkung gegen Vandalismus ausgerüstet wurde.

Umfangreiche Hardware vom ITK-Spezialisten
Von Auerswald wurde der Kommunikationsserver COMmander 6000R installiert, der mit einem 4S0-Modul für vier Amtkanäle sowie drei 8a/b-Modulen für den Anschluss der 20 Sprechstellen bestückt war. Ferner eine analoge Türsprechstelle TFS-Dialog 301 für den Einsatz am Fahrradparkhaus und schließlich das Wählgerät WG-640 für die Weiterleitung der Notrufe auf mobile Telefone. Die Zusammenarbeit sowie die Umstellung und Installation lief laut den Beteiligten reibungslos, sodass das neue System sofort in Betrieb genommen werden konnte.

Die Sprechstellen befinden sich aktuell in der Tiefgarage an allen relevanten Stellen, an denen Notrufe notwendig sein können: beispielsweise die Kassenautomaten, alle Ein- und Ausfahrten sowie die Rolltore. Der COMmander 6000 wurde von Herrn von Bardeleben in der TG Union im Aufenthaltsraum des Personals installiert.

Fehler und Störungen schnell gemeldet
Das System durchläuft bei Fehlermeldungen den folgenden Prozess: Sollte eine Unregelmäßigkeit im Parkhaus auftreten, wird diese im ersten Schritt an die ICA-Anlage gemeldet. Ein dahinter geschaltetes Relais hält die Fehlermeldung zunächst zwei Minuten zurück. Sollte der Fehler nach zwei Minuten vom System selbst nicht gelöst sein, kommt das Wählgerät zum Einsatz und meldet den Fehler an eine vorher festgelegte Rufnummer eines Mitarbeiters.

Das Wählgerät WG-640 reagiert jeweils auf die mit Sensoren oder Kontaktschluss versehenen Kontakte an den entsprechenden signifikanten Punkten. Falls beispielsweise die Parkhausschranke klemmt, drückt der Kunde auf die Notruf-Taste der dort installierten Gegensprechanlage und das WG-640 wählt automatisch die Nummer des jeweilig zuständigen Mitarbeiters.

Kaskadenruf für bessere Erreichbarkeit des Personals
Der Mitarbeiter erhält den Notruf auf sein mobiles Telefon mit einer Sprechansage und muss diesen anschließend auch quittieren, indem er die Raute-Taste drückt und einen PIN eingibt. Erst danach begibt er sich zu dem Ort, von dem der Notruf ausgelöst wurde. Diese Funktion basiert auf einem sogenannten Kaskadenruf, der solange durchläuft bis jemand den Anruf annimmt und quittiert. Sollte ein Mitarbeiter aus Versehen den Alarm wegdrücken, registriert dies die Anlage und ruft nochmals an. „Der Kaskadenruf ist eine gute Lösung, um die Mitarbeiter, die nicht nur schichtweise arbeiten, sondern auch durch Ablösen und Pausen verhindert sein können, immer passend zu erreichen“, so Tensfeldt.

Auerswald Wählgerät meldet auch Überflutungen
„Wir haben zudem einen kritischen Raum mit einem Sensor ausgestattet, der den Wasserstand erkennt. Sollte dieser zu hoch sein, wird das WG-640 ebenfalls aktiv und schlägt Alarm“, so Mario von Bardeleben. „Das WG-640 verfügt insgesamt über sechs Meldeeingänge, die für Schaltkontakte und Sensoren gleichermaßen geeignet sind. Über diese erfasst das Wählgerät unterschiedliche Ereignisse oder Messwerte und meldet sie an bis zu vier verschiedene Rufnummern“, erklärt Nico Züchel, Fachhandelsberater von Auerswald. Optional ist es für die Parkhausbesitzer auch möglich, einen kurzen Text im Wählgerät zu hinterlassen, wie beispielsweise „Rolltor ist noch zu, bitte öffnen“, sodass der Mitarbeiter sofort weiß was er zu tun hat. Die Notrufe werden jeweils an zwei Nummern am Parkhaus Südwall als auch an zwei Nummern in der TG Union weitergeleitet.

Extraschutz und Videoaufzeichnung an der Fahrradanlage
An der Fahrradstation wurde das Türsprechsystem TFS Dialog 301 von Auerswald installiert, welches zusätzlich  mit einer durch Edelstahl geschützten Unterputzhalterung ausgestattet wurde. Des Weiteren verfügt die gegen Vandalismus geschützte Gegensprechstelle über eine extra eingebaute Kamera, die über eine Aufzeichnungsfunktion verfügt.

Weitere Installationen in Planung
Sollten zukünftig weitere Sprechstellen für die TG Union benötigt werden, bietet der COMmander 6000 ausreichend Kapazitäten, denn es können bis zu 64 Sprechstellen angeschlossen werden.

Aufgrund der positiven Erfahrungen erwägen die Betreiber der TG Union, auch die weiteren Celler Parkhäuser auf die Auerswald-Lösung umzurüsten. Zudem überlegen die Betreiber, das Haupthaus der Celler Stadtwerke ebenfalls mit einer Auerswald  Anlage auszustatten. Aktuell sei dies aber noch nicht möglich, da das Badeland zurzeit die eingebaute Bosch-Anlage der Celler Stadtwerke als Basis für ein- und ausgehende Anrufe nutzt. Sobald das Badeland aber über einen eigenen Kommunikationsserver verfüge, stände einer Erneuerung durch Auerswald-Hardware nichts mehr im Wege.

Ferner sei geplant die P&R-Anlage am Bahnhof an die Auerswald Anlage anzuschließen, denn aktuell könnten Notrufe über die dortige veraltete Anlage nicht abgearbeitet werden. „Es besteht definitiv Bedarf an Erneuerungen der Kommunikationsmöglichkeiten unserer Institutionen. In den nächsten Jahren sehe ich sehr viel Potenzial für die Stadt Celle“, so der Ausblick von Hans Tensfeldt.