IPv6 für Auerswald Systeme

IPv6 und die neuen Möglichkeiten in der ITK-Technik

Die heutige Zeit bietet uns viele technische Geräte, die uns den Alltag erleichtern oder verschönern sollen. Viele Geräte kommunizieren dafür untereinander und über das Internet, um Informationen auszutauschen, abzurufen oder zu liefern. Bisher wird dafür fast ausschließlich das Kommunikationsprotokoll IPv4 verwendet. Das IPv4-Protokoll benötigt zum Kommunizieren eine feste eindeutige Adresse des Absenders und des Empfängers.

 

Warum IPv6?

Die Entwickler des IPv4-Protokolls und die Väter des Internets rechneten nicht mit einer derartigen Verbreitung netzwerkfähiger Geräte. Sie konzipierten es für maximal ca. 4 Milliarden IP-Adressen weltweit. Vergleicht man die Zahl der möglichen IPv4-Adressen mit der heutigen Weltbevölkerung, so ist klar, dass bei immer größer werdenden Anzahl IP-fähiger Geräte pro Bewohner die IPv4-Adressen nicht mehr ausreichen.

Mit IPv6 wird dieses „Mengenproblem“ behoben, da man das fünfzig-Billionen-fache der jetzigen Weltbevölkerung von ca. 7 Milliarden Menschen mit einer Billiarde IP-Adressen pro Kopf versorgen könnte.

Der Bereich der klassischen Telekommunikation war von dem beschriebenen IPv4-Adressmangel bisher nicht so sehr betroffen, da es hier einen eigenen Adressraum, die Telefonnummern, gab. Da aber auch hier IP-fähige Endgeräte immer mehr Einzug halten und Bestandsnetzwerke zunehmend auf IPv6 migriert werden, ist IPv6 nun auch bei Telekommunikationsendgeräten und Systemen im Festnetz angelangt. IPv6 wird in den kommenden Jahren in einem fließenden Übergang die bisherigen IPv4-Adressen ablösen und wird daher naher Zukunft auch in der Telekommunikation eine feste Größe werden.

IPv4-Adressen sind aus heutiger Sicht sehr ineffizient, da auf ca. 4 Mrd. Stück limitiert, bringen viel unnötigen Overhead mit sich und sind Teil der NAT-Problematik. NAT erzeugt für alle angeschlossenen Geräte hinter einem Router nur eine gültige IP-Adresse in das öffentliche Netzwerk. Genau dieser Zwang kann in Zukunft entfallen, denn durch das nahezu unlimitierte Adress-Reservoir kann praktisch jedes interne Netzwerkgerät direkt, also ohne NAT, adressiert werden.

Vorteile von IPv6

IPv6 wird die Datenkommunikation zwischen verschiedenen Routern erleichtern; ohne Rücksicht auf Sicherheitsinteressen kann hier von Plug & Play-Netzwerken gesprochen werden. IPSec ist schon von Geburt an Bestandteil des Protokolls, genauso wie Quality of Service (QoS) und Multicast. In Zukunft ist es damit also möglich, auf die Konfiguration von Netzwerken zu verzichten, denn die so genannte Auto-Configuration verrichtet quasi wie von Geisterhand ihr Werk.

Die Auerswald ITK-Systeme COMmander 6000/6000R/6000RX, COMpact 5000/5000R, COMpact 4000 und die IP-DECT-Systeme COMfortel WS-400 IP sowie WS-650 IP bieten bereits jetzt IPv6. Durch die Dual Stack Implementation sind diese Systeme auch in Übergangsphasen von IPv4 zu IPv6 den Anforderungen gewachsen.