Anbindung von Video-Türsprechsystemen

Sehen, wer vor der Tür steht

Ein Video-Türsprechsystem bringt mehr Sicherheit und Komfort ins Haus, denn man sieht den Besucher vor der Tür, ohne diese öffnen zu müssen. IP-basierte Systeme, die einfach in die vorhandene Netzwerkstruktur eingebunden werden, setzen sich immer mehr durch.

 

Ein Video-Türsprechsystem besteht im Außenbereich aus einer Türsprechstelle und einer integrierten oder abgesetzten Kamera. Im Innenbereich ist als Gegenstück dazu häufig eine Systemsprechstelle mit integriertem Monitor zur Anzeige der Bilder vom gewählten Eingangsbereich zu finden. Zur Anbindung an die hausinterne Kommunikationsstruktur gibt es verschiedene Anschlusstechniken: 2-Draht-Lösungen mit separater Stromversorgung und Konvertern zur Datenumsetzung auf Standard-Schnittstellen, proprietäre, meist herstellerspezifische Systemlösungen und IP-basierte Systeme zur Integration in das Netzwerk.

Für Neuinstallationen mit Rahmen- bzw. Modulsystemen im Außenbereich werden künftig IP-Video-Türsprechsysteme zum Anschluss über das Netzwerk an Bedeutung gewinnen. Bei diesen Lösungen werden die Video- und Sprachdaten sowie die Stromversorgung (via PoE) gemeinsam über ein Netzwerkkabel geführt. Die IP-basierten Video-Türsprechsysteme verfügen über eine eigene IP-Adresse, die entweder dynamisch von einem Router im Netzwerk vergeben (DHCP) oder bei der Inbetriebnahme vom Errichter oder Netzwerk-Admin fest zugewiesen wird.

IP-basierte Video-Türsprechsysteme können so konfiguriert werden, dass sie die Live-Videodaten ereignisgesteuert z. B. bei einem Türruf oder auf Anforderung autorisierter Benutzer über das Netzwerk senden. Die erfassten Bilder können unter Verwendung verschiedener Netzwerkprotokolle (z. B. http, https oder FTP) als Einzelbilder im JPEG-Format oder als Video-Datenstrom im Motion JPEG-, MPEG-4- oder H.264-Format bereitgestellt oder gesendet werden.

Einfach perfekt: COMfortel-IP-Telefone in Verbindung mit IP-Video-Türsprechsystemen

Eine Alternative zu den herstellerspezifischen Systemsprechstellen im Innenbereich sind die Android-basierten Auerswald COMfortel-IP-Telefone. Über das Telefon kann direkt mit der Außensprechstelle gesprochen werden und das hochauflösende Telefondisplay ist optimal geeignet zur Anzeige des Videobildes.

Für die perfekte Integration von IP-Video-Türsprechstellen und COMfortel-Telefonen verfügen die Telefone über eine IP-Kamera-App. Über sie werden die Kameras sehr einfach am Telefon eingerichtet und können danach im lokalen Telefonbuch dem Kontakt „Türsprechstelle“ zugeordnet werden. Nach erfolgreicher Einrichtung holen sich die COMfortel-Telefone bei einem Türruf die Bilder im JPEG-Format von der Türkamera ab und zeigen sie im Display an – und das bereits während der Rufphase an allen gerufenen Telefonen. Man kann also schon vor dem Abheben des Hörers sehen, wer vor der Tür steht.