Anbindung von Netzwerkkameras

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung

Eine Netzwerkkamera, häufig auch IP-Kamera genannt, ermöglicht die Videoüberwachung und -aufzeichnung von einer beliebigen Position im Netzwerk aus, sowohl über LAN (Local Area Network) als auch über das Internet. Im LAN-Bereich wird häufig eine drahtlose Netzwerkinfrastruktur für die Übertragung digitaler Video-, Audio- und anderer Daten genutzt. In der drahtgebundenen Variante kann mittels Power over Ethernet (PoE) zusätzlich auch die Stromversorgung der Netzwerkkamera über das Datennetzwerk erfolgen.

 

Wie arbeiten Netzwerkkameras?

Ein Netzwerkkamera-System besteht aus einer Kamera und einem Gerät zur Anzeige der aufgezeichneten Bilder, wie z. B. der PC, ein separater Monitor oder, wie bei den Android-basierten Auerswald COMfortel-Telefonen, das hochauflösende Telefondisplay.

Eine Netzwerkkamera kann überall platziert werden, wo ein Netzwerkanschluss vorhanden ist. Sie verfügt über eine eigene IP-Adresse, die entweder dynamisch vom Router vergeben (DHCP) oder fest zugewiesen wird. Als vollständig autarkes System kann sie eigenständig Videos über das Netzwerk übertragen. Dies unterscheidet sie von einer Webkamera, die nur funktioniert, wenn sie z. B. über den USB-Anschluss an einen Computer angeschlossen ist, auf dem auch entsprechende Software installiert sein muss.

Netzwerkkameras können so konfiguriert werden, dass sie Live-Videodaten über das Netzwerk senden oder zur Aufzeichnung kontinuierlich, zu festgelegten Zeiten, ereignisbasiert oder auf Anforderung autorisierter Benutzer Videodaten liefern. Erfasste Bilder können unter Verwendung verschiedener Netzwerkprotokolle (z. B. http, https oder ftp) als JPEG, Motion JPEG-, MPEG-4- oder H.264-Datenströme bereitgestellt oder gesendet werden.

Zusammenspiel von COMfortel-Telefonen und Netzwerkkameras

Für das perfekte Zusammenspiel von COMfortel-IP-Telefonen und Netzwerkkameras verfügen die Telefone über eine IP-Kamera-App. Über sie werden die Kameras sehr einfach am Telefon eingerichtet und für PTZ-Kameras zusätzlich die http-Requests für Steuerfunktionen hinterlegt. Nach erfolgreicher Einrichtung holen sich die COMfortel-Telefone eventgesteuert, z. B. bei Anruf oder auf Tastendruck, die Bilder im JPEG-Format von der jeweiligen Netzwerkkamera ab und zeigen sie im Display an.

Die richtige Kamera für Ihre Anwendung

Für die verschiedensten Anwendungen und Anforderungen der Videoüberwachung gibt es eine große Bandbreite an unterschiedlichen Netzwerkkameras, die sich im Wesentlichen durch ihre Bauform unterscheiden.

Fest ausgerichtete Netzwerkkameras
Eine fest ausgerichtete Kamera entspricht dem herkömmlichen Kameratyp, bei dem die Kamera und die Richtung, in die sie zeigt, deutlich sichtbar sind. Diese Art von Kamera bietet sich vor allem in Umgebungen an, in denen die Sichtbarkeit der Kamera von Vorteil ist. Bei einer fest ausgerichteten Kamera kann in der Regel das Objektiv ausgetauscht werden. Fest ausgerichtete Kameras können, je nach Ausführung, im Innen- oder Außenbereichen installiert werden.

Fest ausgerichtete Dome-Netzwerkkameras (Fixed Dome)
Eine fest ausgerichtete Dome-Netzwerkkamera, auch als Mini-Dome bezeichnet, enthält eine unbewegliche Kamera mit einem großen Aufnahmewinkel (bis 180 Grad), die fest in einem kleinen Kuppelgehäuse installiert ist. Sie kann in einer beliebigen Richtung ausgerichtet werden. Ihr größter Vorteil liegt in ihrem unauffälligen, unaufdringlichen Design bei dem die Ausrichtung der Kamera nur schwer zu erkennen ist. Darüber hinaus ist die Kamera vor Manipulationsversuchen geschützt.

PTZ-Kameras und PTZ-Dome-Kameras
PTZ = Pan/Tilt/Zoom (Schwenken/Neigen/Zoomen)
Eine PTZ-Kamera oder eine PTZ-Dome-Kamera lässt sich manuell oder automatisch schwenken und neigen und kann einen Bereich oder ein Objekt vergrößert oder verkleinert darstellen. Alle PTZ-Befehle werden über dasselbe Netzwerkkabel wie die Videodaten gesendet.